Ao.Univ.Prof.Mag.Dr. Markus Fulmek
Mathematiker mit Schwerpunkt Bank-, Versicherungs- und Kapitalmarktfragen — gerichtlich beeideter Sachverständiger für Mathematik, Statistik (21), Bank, Kredit, Börse (87) sowie Versicherungen (88) am Handelsgericht Wien
Tätigkeitsbereiche
- Gerichtliche und außergerichtliche Gutachten (Bank, Kredit, Börse, Versicherung, Statistik)
- (Nach-)Berechnungen im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen
- Bewertung von Derivaten (Termingeschäfte, Optionen, Swaps), Risikomodellierung, Asset-Liability-Management
- Aufsichtsrechtliche Fragen bei Banken und Versicherungen
- Quantitative Analysen (bei größeren Datenmengen unterstützt durch eigene Programmierung)
- Aufsichtsrats- und Ausschussmandat (Schwerpunkt Risikomanagement)
Werdegang
Arbeitsweise
Der Kern meiner Tätigkeiten ist die Aufbereitung komplexer (finanz- oder versicherungs-)mathematischer und statistischer Sachverhalte unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Hintergründe, Rahmenbedingungen und Usancen, und zwar so, dass die Ergebnisse für Juristinnen und Juristen klar nachvollziehbar und belastbar werden: Verständlichkeit der verwendeten Methoden, Transparenz der zugrundegelegten Daten und genaue Nachvollziehbarkeit der Argumentation stehen daher im Vordergrund.
Beispiele aus der Praxis
Im Rahmen eines langwierigen Rechtsstreits zwischen Anleger und Emittentin in einem hochgradig strukturierten Swap habe ich als erster (in einer längeren Reihe von Gutachtern) die genaue finanzmathematische Struktur (Portfolio von Quanto-Optionen) des Vertrags klargemacht und mit den passenden Marktdaten (Zinsen, Wechselkurse und Volatilitäten) bewertet.
Im Rahmen der Einführung eines neuen Produkts durch Versicherungsunternehmen habe ich die von der Aufsicht geforderte unabhängige Prüfung der entsprechenden Risikomodellierung und -begrenzung durchgeführt und in abschließenden Gutachten dargelegt.
Im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen Anleger und Emittentin in einem (plain vanilla) Swap habe ich die im Derivathandel üblichen Usancen dargelegt und das Finanzprodukt sowohl für den Abschlusstag (anhand von historischen Marktdaten) als auch für den Tag der Glattstellung bewertet.
Im Rahmen einer heiklen Diskussion zwischen einem Versicherungsunternehmen und der Aufsichtsbehörde habe ich ein Missverständnis betreffend die Solvency II-Interpretation eines komplexen Risikotransfers aufgeklärt und die tatsächlichen wirtschaftlichen Wirkungen in graphischen Darstellungen anschaulich gemacht.